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Johann Sebastian Bach (16851750):
h-Moll Messe Franziska Hirzel Sopran Claudia Iten Sopran II und Alt Jens Weber Tenor Fabrice Raviola Bass Glarner Musikkollegium Leitung Felix Schudel Bachs grandiose h-MoII-Messe ist ein Ausnahmewerk mit vielen Facetten. Ihre Teile sind zu verschiedenen Zeiten entstanden, so bereits 1724 das «Sanctus». 1733 bewarb sich Bach mit dem «Kyrie» und «Gloria» bei seinem Landesherren, dem sächsischen Kurfürsten Friedrich August II., um den Titel eines sächsischen Hofkomponisten (1736 erhielt er die Auszeichnung). Wesentlich später, erst um 1748, in Bachs letzten Lebensjahren, kamen «Symbolum Nicenum» (Credo), «Osanna», «Benedictus», «Agnus Dei» und «Dona nobis pacem» dazu. Ob Bach das unvergleichliche Werk, das den üblichen Rahmen sprengt, je vollständig aufgeführt hat? Die Musikwissenschaft bezweifelt es. Warum wohl gestaltete er so reich, mit fünfstimmigem Chor {im «Osanna» sogar doppelchörig), mit Solisten und üppig instrumentiertem Orchester? Vielleicht kann man hier Bachs Vermächtnis in der vokalen Kunst sehen. «Die Messe bietet das komplette Arsenal der Kompositionskunst in einer Breite und Tiefe, die nicht nur von theoretischem Scharfsinn zeugt, sondern auch von umfassendem Verständnis der Musikgeschichte, vor allem im Gebrauch alter und neuer Stile... (Dieses Werk) bewahrt Bachs musikalisch - künstlerisches Credo für die Nachwelt» (Christoph Wolff). |
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